L1: Wasser- und Stoffhaushalt

Mais

Klimawandel, demografischer Wandel, Änderungen der Landbewirtschaftung aufgrund sich wandelnder wirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen sowie steigender Flächenverbrauch haben weitreichende Auswirkungen auf den Wasser- und Nährstoffhaushalt terrestrischer Ökosysteme. Unter anderem können sich durch steigende Lufttemperaturen die Stoffausträge aus Böden verändern.

Für eine verlässliche Prognose zukünftiger regionaler Entwicklungen des Wasser- und Nährstoffhaushaltes müssen Auswirkungen der Klimaänderungen und Effekte gleichzeitigen Landnutzungswandels kombiniert betrachtet werden. Schwerpunkt der Aufgaben dieses Teilvorhabens ist es daher, für landwirtschaftlich genutzte Flächen die entscheidenden Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Pflanze, Böden, Bodenwasser- und Nährstoffgehalt zu untersuchen. L1 verfolgt vier Teilziele:

Mais im Sand
  1. Quantifizierung des heutigen Wasser- und Nährstoffangebots (insbesondere Stickstoff) auf repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlich genutzten Flächen in den vier vom Projekt bearbeiteten Modellregionen.
  2. Regional differenzierende Berechnung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasser- und Stoffhaushalt (insbesondere Stickstoff) landwirtschaftlich genutzter Böden in der Zukunft.
  3. Räumlich differenzierende Abschätzungen zur Wirkung von ausgewählten Maßnahmen zum Klimawandel durch geänderte Landbewirtschaftung und Fruchtfolgen.
  4. Ableitung geeigneter Maßnahmen für ein klimaplastisches Landnutzungsmanagement.

Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Schröder, Dr. G. Schmidt und PD Dr. B. Breckling (Bearbeiter), Lehrstuhl für Landschaftsökologie an der Universität Vechta