Land- und Ressourcennutzung

Landschaft
Foto: J. Hufnagel

Der steigende Bedarf an Nahrungsmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbarer Energie weist der Land- und Forst­wirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen zu. Die Erfüllung dieser Aufgabe wird durch den Klimawandel erschwert. Aus globaler Perspektive werden die Bedingungen für die land- und forstwirtschaftliche Produktion in der Norddeutschen Tiefebene jedoch relativ günstig bleiben. Im Sinne der Mitverantwortung für die globale Versorgung muss deshalb das Ziel einer Produktionssteigerung bei gleichzeitiger Schonung der Ressourcen ein wichtiges Anliegen der Region sein. Gleichzeitig sind Forderungen von Natur- und Wasserschutz zu berück­sicht­igen, was zu Nutzungskonflikten führen kann.

Die verschiedenen Formen der Landnutzung in einer Region sind eng miteinander verzahnt, zudem stehen sie in Wechselwirkung mit dem Landschaftswasserhaushalt, der Natur und der Umwelt. Die Optimierung einer regionalen Land- und Ressourcennutzung erfordert deshalb eine transsektorale Betrachtung des Themas. Die Arbeiten des Teilprojektes basieren zwar zunächst auf sektoraler Betrachtung der Arbeitsgruppen (Forstwirtschaft, Ackerbau, Grünland, Tierhaltung), werden aber mit Blick auf die Zielsetzungen des Gesamtprojektes kontinuierlich zusammengeführt.

Landschaft
Foto: J. Hufnagel

Die Optimierung der regionalen Land- und Ressourcen­nutzung wird zunächst für heutige Rahmen­bedingungen vorgenommen. Im Blickpunkt stehen dabei der Ackerbau zur Lebensmittel-, Futter- und Biomasse­erzeugung, das Grünland zur Futter- und Biomasse­erzeugung, die Tier­haltung zur Fleisch­erzeugung und Erhaltung der Kultur­landschaft, die Forst­wirtschaft zur Rohholz­bereitstellung für die stoffliche bzw. energetische Nutzung, die Wasser­wirtschaft zur Bereit­stellung von Trink- und Nutz­wasser sowie die nicht markt­fähigen Ökosystem­dienst­leistungen, die sich aus Land­nutzung ergeben können.

Ausgehend von der heutigen Situation werden die zukünftigen Rahmen­bedingungen antizipiert und deren Folgen für die Land­nutzung in den Regionen analysiert. In Zusammen­arbeit mit Akteuren vor Ort werden verschiedenste Handlungs­alternativen der Land­nutzung für zukünftige Rahmen­bedingungen erarbeitet und auf ihre Nach­haltigkeit geprüft. Anpassungs­maßnahmen erstrecken sich dabei auf Produktion­sziele, Baum­arten­wahl, die Wahl von Frucht­arten und Frucht­folgen, die Arten­zusammen­setzung beim Grünland, auf Systeme der Tierhaltung, auf Art und Intensität der Bewirt­schaft­ung als auch auf einen effizienten Einsatz von Ressourcen wie Wasser, Dünger und Energie.

An der Bearbeitung des Teil­projektes „Land- und Ressourcen­management“ sind die Teil­vorhaben W1a, W1b, F4, L3, L4 und L5 beteiligt. Das Teil­projekt  steht in engem Austausch mit den Teil­projekten Ökologische Grund­lagen, Wert­schöpfung, Integratives Landmanagement sowie insbesondere mit den regionalen Akteuren und über­regionalen Stakeholdern im Teilprojekt Regional­management.